Anfang April 2005 sind wir zu elft, Mitglieder und auch Freunde des Vereins, nach Gliwice zum Besuch des dortigen Chapters gereist. Unser Aufenthalt fand zu einem denkwürdigen Zeitpunkt statt, da wenige Tage zuvor der aus Krakau stammende Papst Johannes Paul II verstorben war. Einige Mitglieder des Chapters sind unter strapaziösen Bedingungen, wie sie uns später berichten konnten, nach Rom gereist, um den Beisetzungsfeierlichkeiten beizuwohnen. Dank der Hilfe und Unterstützung ihrer Freunde war trotz dieser besonderen Situation die Unterbringung in einem Homestay für jeden von uns sichergestellt, obwohl das Chapter lediglich 17 Mitglieder zählt.
Allen nochmals herzlichen Dank dafür!
Während unseres Aufenthaltes haben wir denkwürdige Orte, wie den Sender Gliwice und insbesondere die Konzentrationslager Auschwitz, besichtigt.
Gliwice selbst haben wir während einer mehrstündigen Rundfahrt „erfahren“. Alle öffentlichen Institutionen und auch die Geschäfte waren an diesem Freitag aufgrund der Staatstrauer geschlossen, so dass die Besichtigungsroute entsprechend zusammengestellt war. Unter der fachkundigen Regie von Tadeusz führte uns die Tour u.a. zu Kirchen verschiedener Epochen und Baustile, zum größten Opelwerk Europas, dem Kohlerevier und zu einer katholischen Rundfunkstation, die vier Stunden täglich live aus Gliwice und Umgebung berichtet.
Bei einem gemeinsamen Abendessen mit unseren Gastgebern, das uns die kulinarische Vielfalt der polnischen Küche offenbarte, hatten wir erfreulicherweise Gelegenheit mehr voneinander zu erfahren. Am Sonntag mussten wir uns aus Gliwice mit ein bisschen Wehmut verabschieden.
Für Hannelore, Peter, Anita, Alma, Nathalie, Stefan und mich ging die Reise jedoch weiter nach Krakau. Bei unseren ausgiebigen Erkundungsgängen in der Stadt, die uns z.B. zur Burganlage Wawel, zum jüdischen Viertel Kazimierz und dem Rynek, dem großen Marktplatz mit den Tuchhallen führte, hatten wir mit Agnes und Barbara zwei fachkundige Begleiterinnen.
Am Dienstag sind wir nach einer erlebnisreichen und eindrucksvollen Reise nach Berlin zurückgekehrt.
Dagmar