Am Montag, den 25. August begann unsere große Rundfahrt durch die Bundesstaaten Missouri, Kansas, Illinois, Iowa und Wisconsin.
Von Frankfurt flogen wir über Chicago nach Kansas City. Hier nahmen uns Linda und Don Fuson ganz herzlich in Empfang. Ihre kleine Hündin Maddy gehörte auch noch zum Haushalt. Die erste Woche von Montag bis Samstag war ausgefüllt mit vielen Besichtigungen, Grillpartys mit Freunden, Shopping und einem großen Barbecue in einem tollen Restaurant in KC. Natürlich haben wir auch das Hauptquartier von People to People besucht. Leider konnte uns Mary Eisenhower nicht begrüßen, denn sie war zu diesem Zeitpunkt in Europa unterwegs.
Am Samstag fuhren wir mit Linda, Don und Maddy nach Chesterfield. Hier erwartete uns unsere Gastgeberin Lori Koenig. Chesterfield liegt westlich von St. Louis, und wir waren bei Lori in einem modernen Appartment untergebracht. Leider hat es von Samstag bis Montag geregnet. Trotzdem haben wir mit Lori viel besichtigt. Am Sonntag waren wir im „Butterfly Garden“, im Botanischen Garten von Saint Louis, konnten am Ufer des Mississippi einem Jazz-Konzert lauschen und haben auch „Union Station“ einen Besuch abgestattet. Hier gibt es viele Restaurants und Shops. Montag war Labour Day. Der erste Montag im September ist in den USA ein gesetzlicher Feiertag wie bei uns der 1. Mai. Nach dem Frühstück fuhren wir zum Science Center und saßen anschließend gemütlich zum Lunch im „Blueberry Hill“. In diesem Restaurant hat schon Chuck Berry Klavier gespielt. Noch heute kann man hier seinen Flügel besichtigen. Als schöne Abrundung des Tages fuhren wir auch noch in den Zoo.
Lori und ihr Freund Charlie brachten uns dann abends nach Belleville zu unserem Nächsten Gastgeber Jack Gagen. Leider war auch am Dienstag das Wetter noch sehr regnerisch. Wir besuchten mit Jack seinen früheren Arbeitsplatz. Er war als Schulleiter in einem Gymnasium tätig. Wir hatten die Gelegenheit mit einigen Lehrern zu sprechen, und wir konnten das deutsche mit dem amerikanischen Schulsystem vergleichen. Im Schulgebäude sah es sehr sauber und ordentlich aus, und die Schüler machten alle einen seht netten Eindruck. Am Nachmittag besuchte mich eine ehemalige ehemalige Gastgeberin aus House Springs. Bei Gail und Joe Wilkerson wohnten Christa Vulsieck und ich 1984 für ca. 4 Tage.
Mittwoch war dann das schönste Wetter. Jack fuhr mit uns nach St. Louis in die Innenstadt. Als erstes besichtigten wir die Budweiser Brauerei. Peters großer Wunsch war es, auch mal ein Baseballstadion von innen zu sehen. Nichts leichter als das, denn das Busch Stadium stand als nächstes auf dem Programm. Die wichtigste Sehenswürdigkeit von St. Louis ist ja bekanntlich der „Arch“. Natürlich fuhren wir auch mit der Zahnradbahn im Bogen hoch bis zum Scheitelpunkt ganz nach oben. Der Ausblick durch die schmalen Fenster, die mehr an Sehschlitze erinnern, ist einfach riesig. Am Donnerstag, den 4. September, ging es dann weiter nach Dubuque/Iowa. Mit einem Mietwagen, den wir am Flughafen in Empfang nahmen, waren wir ca. 7 Stunden unterwegs zu Addy und Bill Gard. Schon 1987 habe ich dieses nette Ehepaar kennen gelernt. 1990 haben uns die beiden in Berlin besucht, und ich war 1999 im September für eine Woche bei ihnen. Es war ein herzliches Wiedersehen.
Gleich am Freitag haben wir mit ihnen eine Stadtrundfahrt durch Dubuque gemacht. Wir fuhren zum Denkmal von Julien Dubuque, dem Gründer dieser Stadt am Mississippi, da wo sich die Bundesstaaten Iowa im Westen, Wisconsin im Norden und Illinois im Süden treffen. Im Hafen von Dubuque hat sich viel verändert. Neue moderne Gebäude, ein großes Hotel und ein Kongress-Centrum befinden sich direkt am Fluss. Natürlich war ein alter Mississippi-Dampfer, der als Spielcasino dient, auch einen Besuch wert (Die Verluste hielten sich in Grenzen!). Für Shopping bei „Hobby Lobby“, Aldi, WalMart usw. hatten wir auch noch genug Zeit.
Den Ausflug nach Spring Green zum „The House on the Rock“ unternahmen wir mit Addy am Montag. Dieses Museum ist wirklich einmalig auf der Welt.
Dienstag fuhren wir mit einem Mietwagen nach Sheboygan. Nach ca 3 Stunden erreichten wir das Haus von Ann und Jon Keckonen. Auch hier hatten wir wieder großes Glück mit unseren Gastgebern. Ann ist sehr aktiv bei PTPI in ihrer Region. Wir halfen ihr noch alle Newsletter pünktlich zu versenden und lernten auch gleich am nächsten Tag die Mitglieder Margaret und Robert Voorhans kennen. Zusammen besichtigten wir das Unternehmen „Kohler“, eine Fabrik für Waschbecken, Toiletten, Badewannen und alles, was man sonst noch für ein modernes Badezimmer benötigt. Am Nachmittag besuchten wir Jon an seinem Arbeitsplatz. Er ist Senior Vice President bei Wells Fargo. Abends wurde dann noch eine Runde Tennis gespielt. Wir hatten viel Spaß an einigen lustigen Ballwechseln. Peter versuchte sogar einen Punkt per Kopfball zu erzielen. Leider klappte es nicht, aber wir hatten die Lacher auf unserer Seite. Auch die nächsten beiden Tage waren ausgefüllt mit Besichtigungen, Besuch eines Golf Cubs (Whistling Straits) und des Theaters von Sheboygan. Natürlich fehlte das so beliebte „Shopping“ nicht auf dem Programm.
Ein echter Höhepunkt war am Freitag die Einladung von Dr. Keller, einem bekannten Arzt von Sheboygan, zu einem Konzert in seinem Haus. Lukas Foss & Friends (7 andere Musiker) spielten für einen wohltätigen Zweck (Krebshilfe) vor ca. 20 geladenen Gästen. Jon erhielt eine Einladung, da seine Bank eine stattliche Summe gespendet hatte. So kamen auch wir in den Genuss dieser einmaligen musikalischen Aufführung. Lukas Foss wurde übrigens am 15. Aug. 1922 in Berlin geboren, und wir nutzten die Gelegenheit, mit ihm einige Worte zu wechseln.
Am Samstag starteten wir dann zu unserer letzten Etappe. Gegen 14:00 Uhr fuhren wir mit Don Haack in einem roten VW Jetta Diesel nach Chicago. Wir freuten uns sehr, dass Don sich freundlicher Weise bereit erklärte, uns diesen großen Dienst zu erweisen. Er tat es aus Dankbarkeit für seinen tollen Aufenthalt vor 2 Jahren in Berlin (Danke liebe Mitglieder!).
Chicago bietet wirklich sehr viele Sehenswürdigkeiten. Noch am Samstagabend genossen wir die herrliche Aussicht vom Hancock Center. Am Sonntag unternahmen wir eine große Stadtrundfahrt von ca. 6 Stunden. Gleich anschließend fuhren wir zum Sears Tower, dem höchsten Wolkenkratzer von Chicago. Da unser Rückflug am Montag erst um 22 Uhr startete, hatten wir noch den ganzen Tag Zeit, die Stadt zu erobern. Wir gingen zum Navy Pier, einer Vergnügungsmeile direkt am Michigan See. Hier vertrieben wir uns die Zeit mit einer Bootsfahrt, einer Fahrt mit einem Riesenrad und bummelten durch Ausstellungen und Geschäfte. Pünktlich um 22 Uhr flogen wir von Chicago O'Hare über Frankfurt nach Berlin. Alles verlief planmäßig.
Es war wirklich eine ganz tolle Reise, wir haben viele nette Leute kennen gelernt, viele neue Eindrücke aufgesogen und werden an alle Erlebnisse noch lange zurückdenken. Auch meine Gruppe (Peter) war sehr zufrieden, es gab wirklich nichts auszusetzen.
Habt Ihr nicht auch mal wieder Lust, eine große Reise zu unternehmen?
With love from Berlin
Hannelore and Peter